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- Dings - die mobile
Schleppwinde ohne Kompromisse, geeignet für jedes KFZ mit Anhängerkupplung.
Die neuartige
Technik, das Gewicht von 18kg sowie die minimalen Ausmaße machen Dings zu einem wohl
einmaligen System auf dem Markt.
Durch die spezielle Mikroprozessorsteuerung sind Bedienfehler ausgeschlossen
und Vorkenntnisse als
Windenfahrer
nicht zwingend erforderlich.
Freitag,
28.07.2000.
Nach mehreren simulierten Zugversuchen, verbunden mit entsprechenden
Kraftmessungen zur Überprüfung der digitalen Eckdaten, der erste Schlepp mit
dem Gleitschirm.
Selten habe ich einen
entsprechend kontrollierten Start an einer Winde machen können, sind doch die
30kp Startzugkraft im Stand locker zu beherrschen und der Schirm in aller Ruhe
aufzustellen. Was folgt, ist ein kurzer Startlauf hinter dem Auto und los geht's.
Tatsächlich, 30kp Zugkraft reichen aus, den Schirm samt Piloten abheben zu
lassen. Nach 30m Seillänge erhöht die digitale Steuerung den Zug auf 40kp,
für mich als Pilot fast nicht zu realisieren. Sind 70m Seillänge erreicht, erhöht sich der Zug
automatisch auf die vorher eingegebenen 60kp, es geht, wie von der stationären
Winde gewohnt, nach oben.
Es klappt!!!
Selten einen so
sanften und gleichmäßigen Schlepp gehabt.
Die nächsten Tage und Wochen wollen wir nun nutzen, die Parameter für den
Schlepp zu optimieren sowie die Dimensionierung, sprich Standfestigkeit der
Hardware unter realistischen Bedingungen zu prüfen.
Die
Bedienung der Winde erfolgt über die Steuerelektronik am Armaturenbrett der
Fahrzeugs. Da alle relevanten Parameter fest voreingestellt sind, reicht ein
Taster zur Inbetriebnahme aus. Der rote Taster beendet den Schlepp. Ein Antippen
genügt, das System nimmt den Zug raus und gibt dem Piloten die Möglichkeit zum
Klinken. Anschließend wird vollautomatisch der Rückholmotor aktiviert und das
ausgezogene Seil, gebremst durch einen optimierten Fallschirm, komplett
eingezogen. Da das Display nicht nur über die momentan anliegende Zugkraft
informiert, sondern auch die abgespulten Seilmeter registriert, wird das Seil
auf den letzten Metern soft gebremst und bis zum Seilfallschirm ohne
Bodenkontakt eingezogen. Gleichzeitig ist hiermit eine Kontrolle der
automatischen Aufspulvorrichtung für den Fahrer gegeben.
Dienstag,
05.09.2000.
Mittlerweile sind es wohl mehr als 30 Schlepps und unzählige Arbeitsstunden zur
Optimierung geworden. So haben wir z.B. die Seilführung verbessert, um eine
mögliche Eigendynamik des Seiles im Ansatz zu unterbinden.
Als Rückholmotor fungieren nun zwei Hochleistungs-Elektromotoren. Gekoppelt über ein spezielles Getriebe bringen sie ihre
Kraft über einen wartungsfreien Zahnriemen auf die Trommel.
Die Anzeige wird um zwei Symbole erweitert, damit auch der ungeübte
Fahrer eine direkte Information über die Fahrgeschwindigkeit bekommt, sprich Signalisierung
schneller - langsamer.
Angedacht ist ebenfalls die Option der Steuerung mittels Funkverbindung. Damit
könnte das System bei laminarem Starkwind völlig autark nur vom Piloten bedient
werden.
Nach Absprache mit unserem Seillieferanten soll in den kommenden Tagen ein
spezielles 2,0mm Dyneema-Seil für uns gefertigt werden, damit wird ein
Doppelsitzer-Schlepp mit dem Gleitschirm möglich. Die übrige Hardware ist
ohnehin für eine höhere Last bereits ausgelegt, denn auch die Drachenflieger
unter euch haben wir nicht vergessen. Ja, bleibt noch die Software. Wir fahren
immer noch unser anfängliches Programm, waren also die theoretischen
Überlegungen doch nicht so ganz verkehrt. Für den Dosi- bzw. Drachenschlepp,
sofern Interesse von eurer Seite besteht, werden wir jeweils separate Routinen
fahren, also möglicherweise 3 Programmpakete integrieren. Aber auch hier
müssen wir die theoretischen Vorgaben durch viele praktische Versuche erst
bestätigt wissen.
Also, auf zum Schleppen...
Arnim Stenke

Kontakt: dings@esmnet.de
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